Naturführer: September

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Der September ist der neunte Monat bei uns. Zu lat. septem „sieben“. Da der römische Kalender mit dem März beginnt.

aus lat.
(mensis) september „siebenter Monat“ (da der altrömische Kalender mit dem 1. März begann), zu lat.
septem „sieben“ und lat.
–aber von unklarer Herkunft

Was passiert im September?

Der Herbst ist eingeläutet und wir genießen die restlichen heißen Tage. Die Nächte werden langsam kälter, denn die Kraft des Sommers schwindet. Laut Kalender fängt der Herbst am 22. an und der wir freuen uns auf fallende Blätter in tollen Farben.

 

Wespen & Hornissen
Den meisten werden es bemerkt haben, Wespen und Hornissen haben zur Zeit Hauptflugbetrieb. Gegen Ende des Monats ist dies aber wieder vorbei. Wer ein Wespennest im Garten oder am Haus findet, kann ganz gelassen bleiben. Das Problem ist zeitlich begrenzt. Der Insektenstaat wird bald sterben. Nur die Königin überwintert und legt im Frühjahr wieder Eier.

Hirsche
Ab Mitte des Monats hört man Hirschmännchen röhren die um die Herrschaft im Rudel kämpfen. Wer am lautesten röhrt, schaltet Rivalen aus und steht bei den Hirschkühe gut da.

Der Platz des Stärkeren wird im Zweikampf ermittelt. Hierbei bricht schon mal ein Teil vom Geweih heraus oder der Hirsch verletzt. Der Stärkere gewinnt. Ganz selten kommt es vor das sich das Geweih so stark verhakt, das es nicht mehr auseinander geht. Die beiden gehören dann nicht mehr zu den starken, denn sie werden verhungern und sterben.
Hirschkühe haben Rangkämpfe übrigens nicht nötig. Das ist eher ein Jungsding. Hirschkühe folgen dem Leittier freiwillig, was meistens eine alte erfahrene Dame ist.

Igel
Bis August stand die Partnersuche an, wofür sie bis 5km pro Nacht gelaufen sind. Hat er seinen Spaß gehabt, macht er sich wieder aus dem Staub. Für die Aufzucht ist das Weibchen zuständig. Versteckt in Büschen und Hecken kommen der Nachwuchs teilweise noch diesen Monat zur Welt. Im Durchschnitt sind das 2 bis 7 Jungtiere. Diese haben schon weiche Stacheln, Augen und Ohren öffnen sich erst nach 2 Wochen. Nach 6 Wochen machen sie sich alleine auf Futtersuche. Damit sollten sie sich jetzt auch beeilen, denn ab Mitte Oktober nimmt das Nahrungsangebot ab und die kleinen können sich nur noch ein paar Gramm pro Nacht anfuttern. Finden sie nicht genug Futter, reicht auch mal Katzenfutter. Schaffen sie es nicht rechtzeitig sich den Winterspeck anzufressen und ein Winterschlafplatz zu bauen, dann sterben diese in der Kälte.

Grüne Stinkwanzen
Diese Wanze ist einer der häufigsten bei uns. Sie sind 12-14mm groß. Die Entwicklung der Larven ist jetzt im September abgeschlossen und man findet sie hauptsächlich auf Linden und Erlen.
Stinkwanzen heißen sie wegen ihrer Duft-Waffe. Mit der sondern sie bei Angst ein übelriechendes Sekret ab.

Palomena prasina photo
Photo by Mick E. Talbot

Bäume
Einige Bäume wie Eiche und Buche tragen jetzt ihre Früchte. Ideal um mit den Kindern in die Natur zu gehen um die Früchte zu sammeln und etwas daraus zu basteln. Dabei lernen sie auch noch die verschiedenen Bäume kennen.

Früchte
Im September gibt es einiges zu Ernten. Die Erntezeit geht bis in den Oktober. In dieser Zeit lassen sich Äpfel, Birnen, Brombeeren, Himbeeren und Pflaumen ernten.

Kräuter & Pflanzen

Kamille
Gegen Bauchschmerzen und Entzündungen hilft Kamille. Diese Heilpflanze wird auch heute noch oft verwendet. Die ganze Pflanze ist essbar und wird hauptsächlich für Tees verwendet.

echte kamille photo
Photo by blumenbiene

Baldrian
Jetzt ist die passende Zeit um die Pflanzen auszugraben und die Wurzeln zu trocknen. (Nach der Blüte). Finden kann man sie an feuchten Wiesen, Gräben und Wälder. Manchmal auch am Straßenrand.
Bei trocknen wird der Geruch immer intensiver. Auch wenn nicht jeder ihn mag, er wirkt beruhigend.

baldrian photo
Photo by Toms karameller

Pilze
Wie hier schon erzählt, startet jetzt die Pilzsaison. Welche Pilze man allerdings nicht sammeln sollte erfährst du hier.

Der Oktober Naturführer kommt am 1.Okt. um 12:00 Uhr

(Quellen:igel-in-bayern.br.de, Walden Field Guide, wikipedia)

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