Hinter den Kulissen von Mc Donalds

Wer mal hinter die Kulissen von Mc Donalds schauen möchte hat heute bis 17 Uhr noch die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen. Ich war heute Mittag bei einer Führung am Nikolaiort dabei und durfte mir alles anschauen. Eine Mitarbeiterin zeigte mir das Lager im Keller, die Kühlräume und die Küche.

Selbstverständlich nur mit Kopfbedeckung und einem Plastikschutz zum überziehen. Man erfährt woher die Produkte kommen und wie diese verarbeitet werden. Das Fleisch stammt zu 96% aus Deutschland und zu 4% aus der EU. Auch interessant war das der Käse von Hochland und die Brötchen von Lieken kommen. An der Stelle habe ich mich gefragt warum so viele Leute schlecht über Mc Donalds reden? Wenn sich jemand selber Burger zu Hause macht, sind darauf keine besseren Produkte. Woher kommt also diese Meinung?

Auch das Kühlhaus mit -21 Grad durfte ich betreten, dort hält man es aber nicht lange aus. Nach der Erklärung wie die Getränke gemischt werden, sollte ich ein Gewichtstest machen zwischen einem Karton Cola Sirup und einem Karton Cola Light. Was ich erst für en hielt erstaunte mich dann umso mehr. Der Karton mit dem Inhalt von 20L Cola Light Sirup war circa 5Kg leichter als der mit Cola. Erstaunlich. Der Grund für den Gewichtsunterschied ist der Zucker. Da in der Cola viel mehr Zucker ist, wiegt Cola um einiges mehr als Cola Light. Wer hätte gedacht das man bei Mc Donalds noch was lernen kann.

Danach ging es in die Küche. Obwohl ich eigentlich nur im Weg stand wurde alles toll erklärt. Ich durfte bei der Herstellung von Cheeseburger zusehen. Alles ist auf Sekunden genau geplant und wird in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt. Das muss jeder Mitarbeiter lernen. Anfänger gehen in den ersten Tagen gerne mal mit Verbrennungen an den Händen nach Hause bis die Abläufe verinnerlicht sind.

Auf dem Bild rechts ist ein Schrank zu sehen, indem man zum Beispiel Nuggets warm halten kann. Alles was aus der Fritteuse kommt, kann bis zu 20min warm gehalten werden. Danach müssen die Sachen weggeschmissen werden und werden neu gemacht. Im Monat werde somit circa 1300€ weg geschmissen. Auch Mitarbeiter dürfen davon nichts Essen oder mit nach Hause nehmen. Somit verhindert man das Mitarbeiter absichtlich zu viel produzieren um mehr mitnehmen zu können.

Dies wird sich aber bald ändern. Bis 2019 werden die Filialen umgebaut so das Burger und Co. erst nach der Bestellung gefertigt werden und nicht schon vorher. So bekommt man frischere Produkte aufs Tablett. Vermutlich spart man damit aber einiges an Personal ein.

Angestellte ḱönnen frei Trinken und haben Essen für 0,50€ pro Stunde frei. Das heißt, bei einer 8 Stunden Schicht darf bis 4€ frei gegessen werden. Zum Schluss gab es noch ein Eis für die Kinder, was das beste an der Führung für die kleinen war. Ich fand es sehr aufschlussreich und kann nur jedem empfehlen die Führung mitzumachen.

Trotzdem ist nicht plötzlich alles toll, einige Dinge gehen trotzdem nicht. Denn warum man Äpfel klein schneidet und nochmal in Plastik verpackt habe ich bis heute nicht verstanden. Es wäre schön wenn ihr euch da mal was anderes überlegt.

 

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